Die meisten Altschüler und Altlehrer verbindet mit der Odenwaldschule weit mehr als nur eine sentimentale Jugenderinnerung. Das Leben in den Wohngruppen, die intensive Kommunikation über alle Generationen und die individuelle Persönlichkeitsentfaltung schaffen eine Bindung, die ein Leben lang hält. Daraus erwächst der Wunsch, die Odenwaldschule zu fördern und möglichst vielen Kindern, unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten der Eltern, die Schulzeit dort zu ermöglichen. Der Altschüler- und Förderverein bündelt diese Wünsche und setzt den Auftrag seiner Mitglieder auf drei Wegen um:

Stipendienfond: Aus den Mitgliederbeiträgen und zusätzlich generierten Spenden werden Schüler unterstützt, deren Eltern nicht in der Lage sind, das volle Schulgeld zu bezahlen.

Projektförderung: Einzelne Projekte, die dem Altschülerverein besonders förderungswürdig erscheinen und aus den Schulmitteln alleine nicht zu finanzieren sind, werden auf Antrag mit einmaligen Zuschüssen gefördert. In den vergangenen Jahren gehörten dazu z.B. der Aufbau einer Fotovoltaik-Anlage und die Ausstattung des Computer-Arbeitsraumes.

Netzwerk: Die Altschüler bemühen sich um eine enge Verflechtung mit der heutigen Schülerschaft. Sie halten z.B. Vorträge über ihren beruflichen Werdegang oder über die Arbeitssituation in einzelnen Berufszweigen, vermitteln Praktika und Arbeitsstellen, nehmen Schüler gastweise bei sich zuhause auf und geben aus ihren Berufen heraus Hilfestellung, wo immer sie benötigt wird.

Dass trotz dieser hervorragenden Zusammenarbeit nur ein Bruchteil der ehemaligen Schüler im Altschüler- und Förderverein organisiert ist, mag vor allem daran liegen, dass in früheren Jahren keine intensive Mitgliederwerbung stattfand und viele Altschüler den Kontakt zur OSO verloren haben. Der heutige Vorstand bemüht sich sehr darum, dieses Versäumnis aufzuarbeiten. Dazu dient u.a. der „Goetheplatz“, ein Mitteilungsblatt, das die registrierten Altschüler regelmäßig über die Aktivitäten des Vereins und der Schule unterrichtet.